Umweltzone

In vielen deutschen Ballungsräumen gibt es mittlerweile Umweltzonen. In diesen Bereichen werden an die Fahrzeuge besondere Umwelt-Anforderungen gestellt. Die Fahrzeuge benötigen in den Umweltzonen eine Ausnahmegenehmigung in Form einer Umweltplakette.

Feinstaub

Autoabgase enthalten nicht nur mehr oder weniger schädliche Gase. Bei der Verbrennung entstehenden nämlich auch viele verschiedene sehr kleine feste Partikel. Sie werden wegen ihrer kleinen Größe pauschal als Feinstaub bezeichnet.

Diese feinen Stäube werden ganz normal mit der Luft eingeatmet. Weil die Staubpartikel aber so klein sind, hat der menschliche Körper kaum Möglichkeiten, die Staubpartikel wieder auszuscheiden. Sie sammeln sich deshalb über lange Zeiträume an und können dann Krankheiten verursachen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass es wegen dees Feinstaubs jedes Jahr zu etwa 370.000 vorzeitigen Todesfällen kommt.

Die Umweltzone

In Ballungsräumen ist die Luftzirkulation durch die starke Bebauung häufig stark eingeschränkt. Feinstäube sammeln sich daher zunehmend in der Luft, bis die Feinstaubkonzentration gesundheitlich sehr bedenkliche Grenzen erreicht.

Die Idee der Umweltzone liegt nun darin, die Bewohner dieser besonders vom Feinstaub gefährdeten Areale ein wenig besser vor dem Feinstaub zu schützen. In diesen sogenannten Umweltzonen sollen nur noch Fahrzeuge fahren, die besonders wenig Feinstaub produzieren. In den Umweltzonen geht es dann aber nicht um den absoluten Ausstoss von Feinstaub, sonst dürften z.B. große Transporter ja gar nicht mehr fahren. Es geht vielmehr darum, dass die Fahrzeuge jeder Klasse mit einem Feinstaubfilter versehen sind. Ausnahmen von dieser Regelung gibt es zwar auch, sie werden aber zunehmend seltener erteilt.

Feinstaubverordnung

Die Rechtsgrundlage, nach der die Umweltzonen eingerichtet werden heißt übrigens langatmig: “Verordnung zum Erlass und zur Änderung von Vorschriften über die Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge” bzw. “Fünfunddreißigste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes”.

Feinstaub mit Elektro-Autos?

Reine Elektroautos sind ja bei uns noch Zukunftsmusik. Bei den Hybridautos mit gekoppeltem Verbrennungs- und Elektromotor entstehen sicherlich deutlich weniger feinstaubbelastende Abgase. Und die bei der Stromproduktion entstehenden Feinstäube sind ja in der Regel nicht in der Nähe von Ballungsgebieten, so dass die Feinstaubkonzentration mit Hybridautos insgesamt sinken sollte.

Ganz ohne Feinstaub werden aber auch die reinen Elektroautos nicht auskommen. Denn auch der Reifenabrieb und die Aufwirbelung der bereits am Boden anhaftenden Stäube verursachen einen Anstieg der Feinstaub-Konzentration.

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