Hamburg’s Saarlandstraße ohne Autos
Das Hamburger Abendblatt berichtet heute über ein bemerkenswertes Bürgerprojekt aus dem Stadtteil Barmbek-Nord. Seit zehn Jahren verzichten dort rund 170 Haushalte an der Saarlandstraße auf Autos. Stattdessen setzen die rund 450 Anwohnerinnen und Anwohner auf das Fahrrad und den öffentlichen Personenverkehr. Die Barmbeker sehen den Verzicht auf die mobile Fortbewegung per Auto dabei sogar als Verbesserung ihrer Lebensqualität. Sie haben keinen Lärm und keine Abgase aus dem Pkw-Verkehr heraus, und niemand muss sich über Kinder sorgen, die im Straßenverkehr verletzt werden könnten. Das Projekt Saarlandstraße ist für sie insofern kein Autoverbot, sondern nur ein gemeinsam beschlossener Autoverzicht. Was nun aber, wenn nun jemand beispielsweise aus Krankheitsgründen doch ein Auto bräuchte? Dann, so die Anwohnerinnen und Anwohner, würden sie in ihrer basisdemokratisch organisierten Selbstverwaltung ganz unbürokratisch den Segen dazu geben.
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