Das Auto als Segen und Fluch

Seit dem Altertum sehnte sich die Menschheit nach einem Fortbewegungsmittel, mit dem größere Strecken fortgelegt werden konnten. Als erst das Rad erfunden war, bastelte man sich provisorische Karren mit Rädern mithilfe derer schwere Güter der Landwirtschaft von A nach B transportiert werden konnten. Als schließlich jemand auf die Idee kam, Pferde vor den Karren zu setzen, war die erste Kutsche erfunden.

Lange hielten sich Pferde und Kutschen als primäres Fortbewegungsmittel. Im vorletzten Jahrhundert, als die große Welle der Entdeckungen und Erfindungen die Menschheit in Staunen versetzte und viele neue Innovationen brachte, wurde auch das Auto erfunden. Ab dem Zeitpunkt war der Fortschritt der Automobilindustrie nicht mehr aufzuhalten.

Leben ohne Auto?

Heutzutage können sich nur die wenigsten ein Leben ohne Auto vorstellen. Durch das Auto sind viele Erleichterungen in das Leben der Menschen getreten, sei es beruflich oder privat. Auch die moderne Industrie und der Handel sind mit ihrem großen Bedarf an Gütern über weite Transportwege hinweg ohne das Auto ja gar nicht mehr denkbar.

Was jedoch den einen eine Freude und ein Nutzen ist, stellt für die anderen einen Nachteil und einen Dorn im Auge dar. Die Diskussion um die verschiedensten Formen des Autoverbots oder Fahrverbots hat in jüngster Zeit immer mehr an Aktualität gewonnen.

Viele Regionen und Städte haben ein eingeschränktes oder gar völliges Autoverbot eingeführt, es gibt Fußgängerzonen und Umweltzonen. Es gibt die Einführung von Zonen, in denen nur noch Elektroautos bzw. Nullemissions-Autos fahren dürfen. Und selbst im Strafrecht werden Stimmen laut, die ein Fahrverbot zur Sühne von Verbrechen fordern, die mit dem Straßenverkehr primär gar nichts zu tun haben.

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